Freude am Lernen vermitteln wir

Frau Dr. Chowdhury, Leiterin der Nachhilfeschule LERNEN MIT FREUDE in Hamm:

 

„In der Regel werden unsere Nachhilfeschüler von Eltern, Bildungsbegleitern und Lehrern zu uns geschickt. Es ist meistens nicht der Wunsch der Schüler, zumindest nicht der jüngeren, ihre Freizeit mit Lernen bei uns zu verbringen. Der Wunsch der „Schickenden“ ist klar, sie wollen, dass die schulischen Leistungen verbessert werden. Die tatsächlichen „Kundenwünsche“, d.h. die Wünsche unserer Schüler sind zu Beginn oft: Ich möchte meinen Eltern, meinen Lehrern und Mitschülern gefallen!

 

Wir treten unseren Schülern mit Empathie und Offenheit gegenüber und lehren sie sich wertzuschätzen. Wir unterstützen sie dabei ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Lob und Anerkennung führen dazu, dass unsichtbare Potenziale geweckt werden und der Schüler selbst den Wunsch entwickelt die nächste Arbeit besser zu schreiben.

 

Bei dieser ganzheitlichen Sicht des Themas „Nachhilfe“ kommen mir meine Erfahrungen als Heilpraktiker für Psychotherapie und „Systemischer Berater“ zugute. Für Schüler ist das System Familie und Schule von großer Bedeutung. Erst wenn wir mit unserer Nachhilfeleistung ein Teil ihres Schul- und Familiensystems werden, ihre Gedanken, Gefühle und Ziele kennen, können wir sie motivieren, über sich hinauszuwachsen und ihre schulischen Leistungen zu optimieren.

Schüler mit Lerndefiziten haben eventuell bereits Ablehnung durch Eltern, Lehrer und Mitschüler erfahren und dadurch Selbstvertrauen verloren. Stärkung des Selbstbewusstseins und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses sind erste Schritte in die richtige Richtung.

 

Aufgrund unserer ganzheitlichen Betrachtung erforschen wir potentielle Ursachen für Lerndefizite. Fehlende Motivation und Verständnisschwierigkeiten können verursacht sein, z.B. durch ablehnendes Verhalten von Lehrern oder Mitschülern, familiäre Streitigkeiten (Scheidungskinder, Sorgerechtsstreit), eigene Erkrankung oder Krankheit in der Familie, Kriegserfahrungen oder diverse andere traumatische Erlebnisse. Zunächst gilt es den Schüler dort abzuholen wo er ist, gegebenenfalls zu stabilisieren, um ihn für den Schulstoff zu begeistern.

 

Hochbegabte oder sehr gute, ehrgeizige Schüler können ebenfalls Schwierigkeiten in Ihrem Umfeld haben, als „Streber“ bezeichnet und ausgegrenzt werden. In unserer Nachhilfeschule werden ihre individuellen Fähigkeiten gefördert und ihr Selbstwertgefühl gestärkt. Empathie, gegenseitige Wertschätzung, hohe Sensibilität, Ressourcenarbeit und Motivation sind hierbei unsere wichtigsten Instrumente.

 

Oft ist Nachhilfe ein Privileg für wohlsituierte Familien. Das Besondere an unserem Angebot ist, dass auch Schüler aus finanziell schwachen Familien gefördert werden. Viele Migrationskinder waren sehr gute, ehrgeizige und zielstrebige Schüler in ihrer Heimat und kommen entwurzelt in eine Gesellschaft, deren Sprache sie nicht einmal beherrschen. Es ist mir aus persönlichen Gründen ein Anliegen ihnen die Chance zu bieten sich durch unsere Unterstützung auch im deutschen Schulsystem zu beweisen. Die Bezahlung erfolgt über kommunale Gelder.